Inhaltsstoffe


Honig besteht hauptsächlich aus verschiedenen Zuckerarten und Wasser. Das verwundert aufgrund des süßen Geschmacks wohl kaum. Doch welche Inhaltsstoffe machen den Honig so besonders? Woraus besteht Honig, dass er seinen charakteristischen Geschmack erhält?

Honig verfügt auf Grund seines hohen Zuckergehalts über eine nicht zu unterschätzende Kalorienanzahl. Die Energie, die die Bienen aus den Kohlenhydraten (Zucker) im Honig schöpfen, ist ihr Lebensretter im Winter.

Im Vergleich zu Schokolade oder anderen Süßigkeiten ist Honig kalorienärmer und gesünder. 100 g Honig haben ca. 300 Kilokalorien, während 100 g Schokolade mit 500 Kalorien weitaus kalorienreicher sind. Ein Löffel Honig enthält ca. 20g, also ungefähr rund 60 Kilokalorien.

Zucker: ca. 80 Prozent

 

Wasser: ca. 17 Prozent

Nährstoffe und Aromastoffe: ca. 3 Prozent

Das zeigt: Honig ist ein stark zuckerhaltiges Nahrungsmittel. Doch Zucker ist nicht gleich Zucker und auch beim Honig hängt es von seiner Herkunft ab, welche Zuckerstoffe in ihm enthalten sind.

Fructose: Der Name verrät es, es handelt sich hierbei um Fruchtzucker, der als Monosaccharid und somit als Einfachzucker kategorisiert wird.

Glucose: Glucose wird meist als Traubenzucker bezeichnet und gehört ebenso wie die Fructose zu den Einfachzuckern.

Saccharose: Dabei handelt es sich um einen Zweifachzucker, der von Pflanzen durch die Photosynthese gebildet wird. Besonders Zuckerrüben, Zuckerrohr und Zuckerpalmen bilden den Ursprung für Haushaltszucker.

Maltose: Dieser Zweifachzucker setzt sich aus zwei Molekülen Glucose zusammen und ist ein Abbauprodukt von Stärke.

Fructose und Glucose machen den Großteil der Zuckerformen im Honig aus. Dabei ist das Verhältnis der beiden Zuckerformen entscheidend, ob es sich um einen schnell kristallisierenden oder eher lange flüssig bleibenden Honig handelt. Außerdem wird der Geschmack davon bis zu einem gewissen Punkt beeinflusst. Honige mit einem höheren Traubenzuckeranteil kandieren schneller im Vergleich zu Sorten, bei denen der süße Fruchtzucker überwiegt.  

Bestes Beispiel ist Rapshonig: Er enthält überdurchschnittlich viel Traubenzucker und wird deswegen nahezu ausschließlich in der cremig gerührten Variante angeboten, da er sehr schnell Kristalle bildet.

 

Viele Menschen denken bei kristallisiertem Honig, dass dieser mit Zucker versetzt wurde. Kristallisierter Honig ist ein Qualitätsmerkmal, bedeutet, es handelt sich um echten, reinen, puren und naturbelassenen Honig.

Abgesehen von der Zusammensetzung von Fructose und Glucose ist auch der Wassergehalt wichtig, ja sogar die Umgebungstemperatur spielt eine Rolle. 



Weitere Nährstoffe

Vitamine
Zugegeben, Honig ist wahrlich kein Vitaminspender. Es sind zwar Vitamine der B-Gruppe und auch Vitamin C enthalten, doch die Konzentration spielt ernährungsphysiologisch betrachtet eine eher untergeordnete Rolle.

Proteine / Enzyme

Obwohl Proteine lediglich in geringen Mengen vorkommen, haben sie eine wichtige Bedeutung für das Bienenprodukt. Dabei handelt es sich nämlich um Enzyme, die beispielsweise für eine Umwandlung der Zuckerformen sorgen, was letztlich zu einer leichteren Verwertbarkeit sorgt.

Mineralstoffe / Spurenelemente

Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink oder Mangan - im Honig kommen geringe Spuren dieser Mineralien vor.

Aminosäuren / weitere Inhaltsstoffe

Je nach Herkunft sind in unterschiedlicher Konzentration Wasserstoffperoxid, Flavonoide und Pollen enthalten. Besondere Bedeutung kommt hier natürlich den Aminosäuren zu, die für den Stoffwechsel elementar sind.

Aromastoffe

Bei Aromastoffe denken die meisten vermutlich an künstliche Zusätze - diese haben jedoch im Honig nichts verloren. Mit den Aromastoffen sind vielmehr die ursprünglichen Aromastoffe der Pflanze gemeint, deren Nektar Bienen von Bienen eingetragen wurde. So ist etwa Eukalyptushonig ein Honig mit einer ausgeprägten Geschmacksnote, der bereits beim Öffnen des Honigglas einen intensiven Duft zeigt.

Den Honigkennern wird dies durchaus bewusst sein, denn der Blütenhonig riecht und schmeckt anders als der Waldhonig, der Rapshonig wiederum anders als der Akazienhonig usw.

Insgesamt kommen im Honig an die 200 verschiedene Inhaltsstoffe zusammen, allein auf die Aromastoffe entfallen bereits über 100 einzelne Substanzen. Das macht Honig so einzigartig: Selbst wenn ein Imker seine Bienen unter den gleichen Bedingungen hält wie immer, wird sein Honig nie exakt so schmecken wie der vom Vorjahr. Deswegen ist sie immer wieder spannend, die Frage des Geschmacks der saisonalen Köstlichkeit.

Honig im Tee? Immer eine gute Idee. Einige tolle Artikel zum Tee unter http://tee-beraterin.de/
Achten Sie stets darauf, Honig erst bei niedriger Temperatur in den Tee zu lassen. Nur dann bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten. 

 


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